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Stadtumbau Innenstadt

Materialbemusterung Moerser Straße Sprengung Weiße Riesen Einkaufszentrum Drei Eichen  Bauminsel auf dem Prinzenplatz Innenstadtgestaltungskonzept

Nachdem mit Hilfe des Programms Stadtumbau Ost bereits seit mehreren Jahren der Stadtumbauprozess in den neuen Ländern initiiert und gefördert wird, sind nun erstmals seitens des Bundes und der Landesregierung Mittel für ein neues Förderprogramm Stadtumbau West bereit gestellt worden. Damit soll auch in den alten Bundesländern auf die negativen Auswirkungen des wirtschaftlichen und demographischen Strukturwandels reagiert werden. Der damalige Städtebauminister Vesper stellte Ende 2004 die 32 nordrhein-westfälischen Projekte vor, die in das Programm aufgenommen wurden. Die Erneuerung der Innenstadt von Kamp-Lintfort stellte eines dieser Projekte dar.

Bereits 2001 hat die Stadt Kamp-Lintfort zur Entwicklung und Attraktivitätssteigerung ihrer Innenstadt einen Stadtmarketingprozess eingeleitet. Ergebnis dieses Prozesses sind u.a. ein Innenstadtentwicklungskonzept (IEK) und ein Gestaltungskonzept für die innerstädtischen Straßen und Plätze. Die Konzepte und Planungen entstanden mit großer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und wurden vom Rat der Stadt jeweils einstimmig beschlossen. Sie sind Grundlage für die Aufnahme in das Stadtumbau-Förderprogramm gewesen.

Neben dem drohenden Funktionsverlust der Innenstadt insgesamt war es vor allem die besondere Situation der sog. "Weißen Riesen", drei bis zu 16 Geschosse hohe Wohnhochhäuser inmitten der Innenstadt, die das Handlungserfordernis im Sinne des Stadtumbaus in Kamp-Lintfort begründeten. Die Ursachen des Funktionsverlustes sind vielfältig und treten unterschiedlich in Erscheinung. Sie zeigen sich u.a. in der gegenwärtigen Nutzungsstruktur des innerstädtischen Versorgungszentrums, in der Stadtbildqualität und dem offenbar nicht mehr marktfähigen Überangebot für Wohnzwecke im Bereich der drei Wohnhochhäuser. Der hohe Leerstand und die erheblichen gesundheitlichen Belastungen an der Bausubstanz führten dazu, dass sie zurück gebaut bzw. gesprengt wurden, um eine attraktivere Nutzung der Fläche zu ermöglichen.

Ziel der Stadtumbaumaßnahme in Kamp-Lintfort ist es, den innerstädtischen Bereich langfristig in seiner Funktionsfähigkeit zu stärken und die Erfordernisse der Entwicklung von Bevölkerung und Wirtschaft anzupassen. Durch die in den Stadtmarketingprozess eingebundene Stadtumbaumaßnahme soll ein Umfeld geschaffen werden, das wieder verstärkt private Investitionen in der Innenstadt initiiert.

Die Durchführung einer Stadtumbaumaßnahme und damit auch der Einsatz von Fördermitteln sind an bestimmte gesetzliche Voraussetzungen geknüpft. Demnach hat eine Gemeinde das Gebiet, in dem Stadtumbaumaßnahmen durchgeführt werden sollen, durch Beschluss als Stadtumbaugebiet festzulegen. Am 05.07.2005 hat der Rat der Stadt Kamp-Lintfort die Stadtumbaugebiete "Innenstadt" und "Kulturpfad" beschlossen. Das Stadtumbaugebiet "Innenstadt" hat eine Größe von circa 35 Hektar und umfasst den gesamten Bereich der Kamp-Lintforter Innenstadt einschließlich der Weißen Riesen; das circa 22 Hektar große Stadtumbaugebiet "Kulturpfad" umfasst den landschaftsarchitektonisch gestalteten Grünzug zwischen dem Kloster Kamp und der Innenstadt, der künftig unter der Bezeichnung Wandelweg vermarktet werden soll. Grundlage für die Durchführung der Stadtumbaumaßnahme und die Festlegung der Stadtumbaugebiete ist die am 05.07.2005 beschlossene Fortschreibung des Innenstadtentwicklungskonzeptes.

Neben der städtebaulichen Entwicklung des Areals der Weißen Riesen sollten mit Hilfe der Förderung insbesondere die wichtigsten Straßen und Plätze in der Innenstadt attraktiver gestaltet werden. Insgesamt wurden folgende Projekte als zukünftiger Handlungsbedarf herausgearbeitet:

Städtebau / Wohnen

  • Neuordnung der  Moerser Straße / Kamperdickstraße
  • Entwicklungsfläche Weiße Riesen - Rückbau von Wohnhochhäusern
  • Randbebauung Rathausplatz

Gestaltung

  • Umgestaltung des Prinzenplatzes
  • Umgestaltung der Moerser Straße - zwischen der Friedrich-Heinrich-Allee und der Friedrichstraße
  • Umgestaltung der zentralen Haltestelle "neues Rathaus"
  • Umgestaltung des Bereiches am Verkehrspavillon und der Friedrichstraße
  • Umgestaltung des Rathausplatzes

Grünstruktur

  • Entwicklung der Grünachse Kloster – Zeche (Wandelweg)

Bis auf die Umgestaltung des Rathausplatzes und die Randbebauung am Rathausplatz wurden alle Maßnahmen umgesetzt. Die ausstehenden Maßnahmen im Rathausquartier sollen in den nächsten Jahren Schritt für Schritt angegangen werden.

Kontakt

Fraling, Monika

Telefon: 0 28 42 / 912-324

Gogol, Arne

Telefon: 0 28 42 / 912-325

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