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„Supertrumpf“

12.07.2017

Stadt Kamp-Lintfort baut Theaterangebot für Schulen aus

Warten auf den Beginn der Theateraufführung
Die Projektverantwortlichen und die Schüler der UNESCO-Schule warten auf den beginn der Vorstellung

Seit langem macht sich die Stadt Kamp-Lintfort die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen zur Aufgabe. Über das seit 2011 bestehende Kindertheaterprojekt „Jedem Kind einen Theaterbesuch“ hinaus wurde ebenfalls, gemeinsam mit der Burghofbühne Dinslaken, eine Angebotsreihe für ältere Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe im Vormittagsbereich aufgebaut. Bereits 2015 und 2016 hatte die Burghofbühne erfolgreich vor den Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen sämtlicher Kamp-Lintforter Schulen gespielt. Dieses tolle Jugendtheaterprojekt soll daher weitergeführt werden.

Für Anna Scherer ist der Inhalt des Stückes für Jugendliche schon Alltag
Für Anna Scherer, Leiterin des Jugendtheaters, haben schon viele Kinder und Jugendliche mit dem Thema des Stückes Berührungen gehabt

Dieses Jahr stand für die Kamp-Lintforter Schülerinnen und Schüler die Uraufführung des Stückes „Supertrumpf“ von Esther Becker für alle ab zehn Jahren auf dem Spielplan. Supertrumpf ist das Gewinnerstück des Kathrin-Türks-Preises. Ein Preis, der durch die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe für Autorinnen des Kinder- und Jugendtheaters ausgelobt wurde. Das besondere in diesem Stück ist, dass es die Perspektive wechselt und auf berührende und einfühlsame Weise die kleine, gesunde Schwester in den Mittelpunkt einer Familienkrise stellt:

„Lou ist die jüngere Schwester und Weltmeisterin im Warten und mit den Karten. Supertrumpf heißt das Kartenspiel, das sie in der Klinik mit den Pflegern gespielt hat, während ihre Eltern ihre ältere Schwester Maya besucht haben. Jetzt ist Maya wieder zu Hause und zählt beim Essen die Erbsen. Sie darf keinen Sport machen, sie darf nicht alleine essen und sie darf nicht ins Kaufhaus - zumindest nicht in die Lebensmittelabteilung. Also spielen die zwei Geschwister Supertrumpf. Wer im Vergleich den höheren Wert hat, der gewinnt. Außer beim Gewicht. Da ist es umgekehrt. Die Magersucht von Maya bringt das Familiengerüst kräftig ins Wanken. Lou fühlt sich ausgeschlossen und unverstanden. Gleichzeitig will sie Verantwortung übernehmen. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ – doch gilt das auch bei Geschwistern?“

Mirko Schombert erklärt die Bedeutung des Jugendprojektes
Mirko Schombert, Intendant Burghofbühne, freut sich durch das Sponsoring den Schulklassen kostenlos die Vorstellung präsentieren zu können

Die erste Vorstellung fand am Mittwoch, 12. Juli, um 9.00 Uhr in der Stadthalle vor den Augen von 191 Schülerinnen und Schülern aus sieben Klassen der UNESCO-Gesamtschule statt.  Um mehr Klassen einen Theaterbesuch zu ermöglichen, folgte um 11.30 Uhr eine zweite Vorstellung für acht Klassen mit insgesamt 189 Schülerinnen und Schülern des Georg-Forster-Gymnasiums. Theater begeistert, verblüfft, regt zum Nachdenken an und ist eine große Bereicherung für den Schulunterricht. Ein Besuch ist eine tolle Erfahrung, unabhängig vom Bildungshintergrund oder Geldbeutel der Eltern. Mit den Stadtwerken Kamp-Lintfort fand die Stadt zudem eine Partnerin, die durch ihre großzügige Unterstützung den freien Eintritt für die Schülerinnen und Schüler ermöglichte.

(Presseinformation der Stadt Kamp-Lintfort vom 12.07.2017, www.kamp-lintfort.de)

Kontakt

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