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Kamp-Lintfort ist Fair-Trade-Town

20.03.2017

Verleihung der Auszeichnung im Kloster Kamp

Judith Klingen, Manfred Holz, Prof. Dr. Christoph Landscheidt und Martin Notthoff bei der Urkundenübergabe
(v. l.): Judith Klingen, fair-rhein, Manfred Holz, TransFair-Ehrenbotschafter, Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Bürgermeister Kamp-Lintfort, und Martin Notthoff, Leiter Steuerungsgruppe, bei der Urkundenübergabe

Der Einsatz für fairen Handel in Kamp-Lintfort hat sich gelohnt. Am Samstag, 18. März, erhielt die Stadt die Urkunde zur Fair-Trade-Town durch Manfred Holz, Ehrenbotschafter und ehemaliges Vorstandsmitglied des Vereins TransFair e. V., auf Kloster Kamp. Seit Anfang 2016 begleitete die Steuerungsgruppe unter der Leitung von Stadtkämmerer Martin Notthoff die Kampagne von der Idee bis zur Umsetzung in Kamp-Lintfort. Ende letzten Jahres waren dann alle Kriterien für einen Antrag auf Zuerkennung des Titels erreicht. Ein deutliches Zeichen für Kamp-Lintforts Entwicklung zur fairen Stadt.

Die Überreichung der Auszeichnung fand im Rahmen eines Festaktes im Rokokosaal des Kloster Kamp statt, zu der auch Vertreter der Vereine, Verbände und Akteure wie Einzelhandel und Schulen eingeladen waren. Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt sagte: „Die heutige Verleihung des Titel als Fair-Trade-Town im Rahmen  des Netzwerktreffen des Fairen Handels am Niederrhein verstehen wir nicht nur als Aufforderung, sich der weltweiten Probleme im Zusammenhang mit Handelsmonopolen und unfaireren Wettbewerbsbedingungen stärker bewusst zu werden, sondern auch als Selbstverpflichtung, im Alltag dagegen etwas zu tun .“

Manfred Holz, Ehrenbotschafter Transfair, bei seiner Rede
Manfred Holz, Ehrenbotschafter Transfair, hält Rede zum Thema Fairer Handel

TransFair-Ehrenbotschafter Holz, der die Zertifizierungsurkunde an den Bürgermeister übergab, betonte ebenfalls, dass der Titel Fair-Trade-Town ein Baustein von vielen ist, damit die Welt ein Stück weit gerechter werde. "Hinter der Massenflucht steckt mehr als Krieg und Terror. Die Entwicklungsländer werden immer noch durch die reichen Industriestaaten ausgezehrt und die Ausbeutung durch Billiglöhne entzieht vielen Menschen die Lebensgrundlage in ihrem Land". Kamp-Lintfort hat sich zu der Teilnahme an der Kampagne auch entschieden, um ernsten politischen und gesellschaftlichen Problemen, wie Kinderarbeit, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen sowie Hungerlöhne, entgegen zu treten.

Notthoff, Leiter der Steuerungsgruppe, antwortete auf die Frage, was für einen Nutzen eine Auszeichnung als Fair-Trade-Town habe: „Wir erleben in vielen Städten, dass die Bürger ein anderes Bewusstsein für den ‘Fairen Handel‘ bekommen. Er ist nicht mehr so exotisch und nicht mehr so mit dem Almosen-Gedanken verbunden. Die Bürger wissen inzwischen: Wenn wir nachhaltig einkaufen, können wir die Welt verändern.“ Die Steuerungsgruppe wird auch zukünftig faire Projekte und Vorhaben in Kamp-Lintfort unterstützen, u. a. auch die Hochschule auf ihrem Weg zur Fair-Trade-Univercity.

Auch unter wirtschaftlichen Aspekten kann Fair-Trade punkten. Der faire Handel in Deutschland hat die höchsten Wachstumsraten. So wächst der Markt mit fair gehandelten Produkten jedes Jahr zwischen zehn und 20 Prozent. Zu den wichtigsten und bekanntesten Aushängeschildern für fairen Handel zählen weiterhin Schokolade und Kaffee.

(Presseinformation der Stadt Kamp-Lintfort vom 20.03.2017, www.kamp-lintfort.de)

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