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„Das ist kein Spaß, nicht witzig. Ihr wisst nicht, was daraus wird!“

08.11.2018

Ein Bericht der UNESCO-Gesamtschule zum Vortrag „Cybermobbing“

"Das ist kein Spaß, nicht witzig. Ihr wisst nicht, was daraus wird! Das erkläre ich meinen Schülerinnen und Schülern, um die Tragweite des Problems Cybermobbing zu verdeutlichen." So begann Dr. Marco Fileccia, Referent der Initiative Eltern+Medien und gleichzeitig Lehrer am Heinrich-Heine-Gymnasium in Oberhausen, seinem Publikum am 6. November in der Mediathek. Mit einem kleinen Video aus der Perspektive eines Opfers und Beispielen für tragische Mobbing-Fälle veranschaulichte der Autor zahlreicher Publikationen zum Thema Social Media, was man in den sozialen Medien nicht sieht: nämlich welche Auswirkungen Cybermobbing für die meist willkürlich ausgewählten Opfer haben kann.

Katharina Gebauer, Leiterin der Mediathek, hatte gemeinsam mit dem Georg-Forster-Gymnasium und der UNESCO-Schule im Rahmen der Bildungskooperation zu einem Informationsabend Eltern und Interessierte eingeladen: "In Gesprächen mit Eltern wird mir immer wieder deutlich, dass dieses Problem aktuell und offenbar dringend ist. Umso mehr freue ich mich, dass wir unsere enge Zusammenarbeit in diesem Bereich nach der gemeinsam organisierten Eltern-LAN-Party im Frühjahr mit dem heutigen Vortrag fortsetzen können." Jürgen Rasfeld, Schulleiter der UNESCO-Schule, sieht das ähnlich: "Eltern wollen einen verantwortungsvollen Umgang ihrer Kinder mit digitalen Medien, sie vor gefährlichen Inhalten und Situationen schützen und ihnen Orientierung geben. Mit solchen Veranstaltungen möchten wir sie dabei unterstützen, da sind Alexander Winzen, Schulleiter des GFG, und ich uns einig."

Im Verlauf des Abends sprach Marco Fileccia über die Folgen des Mobbings für die Opfer ebenso wie über die Motivationen der Täter. Er informierte über Hilfsangebote für Betroffene und ihre Eltern, Aufgaben der Schulen und gesetzliche Regelungen. Abschließend empfahl er unter anderem die Publikationen "Was tun bei (Cyber-)Mobbing?" und "Ratgeber Cyber-Mobbing" der Initiative klicksafe.de sowie das Internet-Angebot handysektor.de.

In der intensiven Diskussion mit dem Publikum stellte eine Mutter spontan fest: "In der Realität würde man das niemandem ins Gesicht sagen! Im Internet aber versteckt man sich." Marco Fileccia erklärte: "Die meisten sind sich nicht bewusst darüber, wie verletzend sie sind. Häufig wird das Opfer nur zufällig gewählt. Schlimm ist es, wenn andere es mitbekommen, nichts dagegen tun und so zu Mitschuldigen werden. Dabei sollte sich jeder Täter bewusst darüber sein: Mobbing beschädigt das Opfer meist nachhaltig im Hinblick auf das Selbstvertrauen, die Lernmotivation, die Gesundheit und die Menschenwürde. Den meisten Tätern ist auch nicht bewusst, dass sie mit einer strafrechtlichen Verfolgung zu rechnen haben."

(Presseinformation der Stadt Kamp-Lintfort vom 08.11.2018, www.kamp-lintfort.de)

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