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Stadtumbau West

In den Städten der alten Bundesländer zeichnet sich immer deutlicher ein Wandel der Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur ab. Verluste an Unternehmen, Arbeitsplätzen und Einwohnern stellen die Kommunen auch in den alten Bundesländern vor die Herausforderung, sich an den demographischen und wirtschaftlichen Wandel anzupassen. Die Bundesregierung legte deshalb im Jahr 2004 das neue Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau West mit Bundesfinanzhilfen in Höhe von 40 Millionen Euro auf. Die Bundesmittel sollen bis 2009 auf jährlich 76 Millionen Euro wachsen. Für 2008 stellte der Bund insgesamt 58 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesem Bund-Länder-Programm will der Bund die Städte in den alten Bundesländern dabei unterstützen, sich frühzeitig auf die notwendigen Anpassungsprozesse einzustellen. Ziel ist die Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen auf der Grundlage von städtebaulichen Entwicklungskonzepten. Seit 2004 unterstützt das Programm Stadtumbau West mehr als 280 Kommunen bei der Bewältigung des Strukturwandels. Bis 2008 sind insgesamt 246 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen für Stadtumbaumaßnahmen eingesetzt worden.

In Nordrhein-Westfalen wurden seit 2006 über 40 Kommunen mit mehr als 50 Projekten in das Programm Stadtumbau West aufgenommen. Die größten Handlungsfelder stellen in Nordrhein-Westfalen die Reaktivierung und Umnutzung von Brachflächen, die Anpassung von Wohnungsbeständen sowie die nachhaltige Entwicklung von Innenstädten und Nebenzentren dar. Neben der Anpassung des Bestandes bietet das Programm gleichzeitig auch die Chance für die Weiterentwicklung von Stadtteilen und Städten. Die Ziele des Programms sind in den neuen §§171 a bis d BauGB und in der Verwaltungsvereinbarung zum „Stadtumbau West“ ausdrücklich festgeschrieben.

Ende 2004 wurde Kamp-Lintfort in das Bund-Länder-Förderprogramm Stadtumbau West aufgenommen. Grundlage hierfür waren das im Stadtmarketing erarbeitete Innenstadtentwicklungskonzept und das GMA-Einzelhandelsgutachten sowie das Gestaltungskonzept für den öffentlichen Raum der Innenstadt. Mit diesen konzeptionellen Grundlagen konnte die Stadt den Handlungsbedarf im Sinne des Stadtumbaus eingehend begründen.

Durch die Aufnahme der Stadt in das Programm ergibt sich für Kamp-Lintfort seither die große Chance, wichtige innerstädtische Straßen und Plätze umzubauen und nicht mehr bedarfsgerechte Gebäude, wie die der Weißen Riesen, zurückzubauen und betroffene Bereiche einer neuen Nutzung zuzuführen.

(Quellen: BMVBS, MBV NRW)

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