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Auch 2. Arena zum Masterplan Bergwerk West mit großem Zulauf

Markt der Ideen konkretisierte viele Anregungen aus der 1. Arena

Gut besucht war auch die 2. Arena zur Entwicklung des Bergwerkgeländes.

Auch die zweite Veranstaltung zur Entwicklung der Bergwerksfläche zog wieder viele interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Kamp-Lintfort an. Im Foyer der Stadthalle und der Mensa des Schulzentrums diskutierten rund 250 Bürgerinnen und Bürger über Nutzungsideen auf einem Markt der Ideen. An fünf unterschiedlichen thematischen Ständen konnten so die Anregungen und Ideen aus der 1. Arena vertieft und Entwicklungsperspektiven für die Bergwerksfläche skizziert werden.
Für die Bürger bestand dabei die Möglichkeit, je nach Interesse an einem Stand zu verweilen oder zwischen den Ständen zu wechseln. Hiervon wurde rege Gebrauch gemacht. Welche Erwartungen an die Nachnutzung der Fläche gestellt wurden, davon konnte man einen sehr guten Eindruck gewinnen.

Viel Aufmerksamkeit erreichte der von Achim Pfeiffer betreute Marktstand „Bestandsgebäude". Der Architekt aus dem Büro Böll hatte letztes Jahr eine umfangreiche Gebäudebewertung für das Bergwerk West vorgelegt, aus der er in der Arena berichten konnte. Natürlich drehte sich die Diskussion zunächst um die beiden Fördertürme. Schnell wurde jedoch klar, dass es auch für die Bevölkerung nicht nur um die Türme geht, sondern der Fokus der Entwicklung auf anderen Gebäuden liegt, die deutlich mehr Potenzial für eine Nachnutzung bieten.

Große Zustimmung in der Bevölkerung fanden die Planungen zum Bahnanschluss. Viele Kamp-Lintforter sehen hierin eine absolute Notwendigkeit, auch im Zusammenhang mit dem geplanten Logistikstandort und der Möglichkeit, viele neue Arbeitsplätze zu schaffen. Allerdings wurde auch eine Trennungswirkung der Gleisanlagen für den Standort kritisch diskutiert. Die Verknüpfung der Haltepunkte mit dem Busverkehr sowie die Querbarkeit der Gleisanlagen für den Pkw-Verkehr wie für Fuß- und Radverkehr ergänzten das Themenspektrum.

Eine durchgängige Grünverbindung und Freizeitachse für den Rad- und Fußverkehr vom Kloster Kamp über den Wandelweg zur Halde Norddeutschland wurde am Stand „Freiraum" eingefordert. Auf die Frage, wie die Grünflächen im Bereich des Bergwerks gestaltet werden sollten, regten einige Studenten an, dass es auch durchaus einfach eine große Rasenfläche ohne aufwändige gestalterische Elemente sein dürfe. Wie mit der Zechenmauer umgegangen werden soll ist für viele Bürgerinnen und Bürger eine interessante Fragestellung, die in der Ideenkonkurrenz zu lösen ist.

Es fehle künftig an einem Platz für Großveranstaltungen wie eine Kirmes oder auch einen Zirkus - diese Sorge äußerten vor dem Hintergrund der Bebauung des Volksparks einige Gäste am Marktstand Freizeit-Kultur-Sport. Die anstehende Ideenkonkurrenz soll zudem berücksichtigen, dass generationsübergreifend Angebote gemacht werden. Eine Museumsmeile mit Bergbau-, Geldgeschichte- und geologischem Museum am Lehrstollen könnte das kulturelle Angebot der Stadt erweitern.

Die wegbrechenden Arbeits- und Ausbildungsplätze sollen in möglichst großer Anzahl ersetzt werden. Hierum drehte sich die Diskussion am Stand „Wohnen und Arbeiten" vornehmlich. Dabei hegten viele Bürgerinnen und Bürger die Hoffnung, mittelständische Unternehmen ansiedeln zu können. Am Stand „Wohnen und Arbeiten" wurde jedoch auch ein weiteres, interessantes Thema diskutiert: Welche Nutzungen können auf kontaminierte Flächen gebracht werden? Wie lassen sich Sanierung und Nachfolgenutzung aufeinander abstimmen?

Die Ergebnisse der Diskussion fließen in die Auslobung zur städtebaulichen Ideenkonkurrenz ein, die im Sommer beginnen soll. „Die Bürger haben Ihre Erwartungen an uns und an die Fläche dargelegt. Jetzt wird die Auslobung ausgearbeitet, bevor die Planungsaufgabe an fünf noch auszuwählende Teams vergeben werden kann",  ziehen Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt und Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, zufrieden das Resümee zur Veranstaltung.

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