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17. Kammermusikfest Kloster Kamp

Meisterwerke der Klassik und Romantik

Kammermusikfest Konzert Ossenberg

Die Zeit der Stille ist vorbei!

Katharina Apel-Hülshoff und Alexander Hülshoff haben als künstlerische Leitung ein Programm zusammengestellt, welches die großen Meisterwerke der Romantik beinhaltet. So werden Werke von Brahms, Mendelssohn, Korngold, Schumann und Dvorák erklingen.

Programm und Konzerte:

Donnerstag, 22. Juli, 20 Uhr
Stadthalle Kamp-Lintfort

Rundum klassisch - Eröffnungskonzert der Stadtwerke Kamp-Lintfort
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Trio d-Moll für Violine, Violoncello und Klavier, op. 49
Johannes Brahms: Quartett g-Moll für Violine, Viola, Violoncello und Klavier, op. 25

In Leipzig löste Mendelssohns erstes Klaviertrio, auf das die Fachwelt schon so lange gewartet hatte, größte Begeisterung aus. Für Robert Schumann knüpfte Mendelssohns Kunst, „die jetzt beinahe in ihrer höchsten Blüte zu stehen scheint", an die Klassiker an und war doch Gegenwartskunst im besten Sinne: „Er ist der Mozart des neunzehnten Jahrhunderts!"
Johannes Brahms wusste um die Popularität ungarisch inspirierter „Zigeunermusik" und wählte darum eben jenes Klavierquartett g-Moll op. 25 aus, um mit ihm am 1862 als Komponist und Pianist in Wien zu debütieren.

Freitag, 23. Juli, 20 Uhr
Stadthalle Kamp-Lintfort

Konzert am Freitag
Antonín Dvorák: Quintett A-Dur für zwei Violinen, Viola, Violoncello und Klavier, op. 81
Johannes Brahms: Sonate d-Moll für Klavier und Violine, op. 108

Dvoráks zweites Klavierquintett ist eines der meistgespielten Werke des Komponisten. Einer Anekdote zufolge konnte er die Partitur seines Klavierquintetts op. 5 nicht wiederfinden und entschloss sich deshalb kurzerhand zur einer Neukomposition. Im August 1887 begann er das neue Quintett, bereits im Januar 1888 wurde es in Prag uraufgeführt. Die englische Erstaufführung in London vier Monate später verhalf dem Quintett sofort zum internationalen Durchbruch.
Johannes Brahms erwies der ungarischen Volksmusik auch in seiner 3. Violinsonate seine Reverenz. 1888 vollendet, wurde sie bereits 1886 am Thuner See in der Schweiz begonnen - während jenes „Kammermusiksommers", in dem Brahms auch die zweite Violin-, zweite Cellosonate und das dritte Klaviertrio komponierte.

Samstag, 24. Juli, 17 und 20 Uhr
Pferdestall im Schirrhof Kamp-Lintfort

Soirée
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Quintett Nr. 2 B-Dur für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncello, op. 87
Erich Wolfgang Korngold: Sextett D-Dur für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli, op. 10

Das herrliche zweite Streichquintett von Felix Mendelssohn verdanken wir seiner Freundschaft mit dem Leipziger Konzertmeister Ferdinand David und einem idyllischen Sommerurlaub im Taunus 1845, in dem er auch sein Violinkonzert vollendete. Beide Stücke sind thematisch verwandt und da David ausdrücklich ein Kammermusikstück in stilo moltissimo concertissimo angefordert hatte, ist es vor allem für den Primarius sehr virtuos gehalten.
Der 1897 im mährischen Brünn geborene Erich Wolfgang Korngold wurde als musikalische Frühbegabung mit dem jungen Mendelssohn verglichen. Im Alter von 17 Jahren komponierte er das Streichsextett aber obwohl die Streichsextette von Brahms und Schönberg eindeutig Pate standen, ist auch zu spüren, dass es im Vorsommer des ersten Weltkrieges entstand. Gewidmet hat Korngold das Sextett Dr. Carl Ritter von Wiener - jenem Arzt, der ihn mit einem Attest davor bewahrte, als Soldat in den Krieg ziehen zu müssen.

Sonntag, 25. Juli, 11 und 17 Uhr
Alte Sortierhalle Schloss Bloemersheim

Abschlusskonzert
Antonín Dvorák: Trio g-Moll für Violine und Violoncello und Klavier, op. 26
Robert Schumann: Quartett Es-Dur für Klavier, Violine, Viola und Violoncello, op. 47

Von Antonin Dvoráks vier Klaviertrios gehört das g-Moll-Trio sicherlich nicht zum Standard-Repertoire. Es ist geprägt von einem ausufernd-romantischen Duktus. Dennoch gibt Dvoraks Wille zur vereinheitlichen der Thematik dem Stück einen wundervollen Zusammenhalt. So ist der letzte Satz nicht nur überdeutlich eine Reminiszenz an das Finale des Klavierquartetts von Schumann, sondern knüpft auch an den ersten Satz an.
Nach einem kleinen Ausflug in die Welt der Streichquartette schwor Robert Schumann, künftig nur noch Kammermusik mit Klavier zu komponieren, damit seine geliebte Frau Clara immer dabei sein konnte. Diesem Schwur verdanken wir auch das wunderbare Klavierquartett op. 47. Er schrieb es in seinem geradezu rauschhaft-kreativen „Kammermusikjahr" 1842.

Künstlerinnen und Künstler:

9 Musikerinnen und Musiker 4 unterschiedlicher Nationen - allesamt weltweit in den großen Konzerthäusern tätig und profiliert - werden die Spielorte für eine Woche im Juli wieder zum musikalischen Zentrum machen. Sie alle leben zurzeit in Deutschland und waren bereits im Kammermusikfest Kloster Kamp oder bei den Kamper Konzerten zu Gast.
Nitzan Bartana sprang 2017, damals noch junge Studentin, kurzfristig für einen verhinderten Geiger ein. Inzwischen ist die hochbegabte junge Frau stellvertretende Konzertmeisterin im Sinfonieorchester Basel. Simone von Rahden werden die meisten noch unter ihrem Mädchennamen Simone Jandl in bester Erinnerung haben. Roland Glassl begeisterte das Publikum der Kamper Konzerte bereits 2019 mit seinem Trio Charolca (Flöte, Viola, Harfe).

Probenort:

Öffentliche Proben sind in diesem Jahr nur im Pferdestall im Schirrhof geplant. Der Probenbesuch ist kostenlos, aber es gilt „first come, first served" entsprechend der erlaubten Besucherzahl.

Karten und weitere Informationen unter www.kammermusikfest-klosterkamp.de

Logo Kammermusikfest Kloster Kamp

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Datum 18.07.2021 bis 25.07.2021
OrtStadthalle Kamp-Lintfort, Moerser Str. 167/ Pferdestall im Schirrhof, Friedrich-Heinrich-Allee 79/ Schloss Bloemersheim, Bloemersheimer Weg 1
Anschrift s.o.
47475 Kamp-Lintfort und 47506 Neukirchen-Vluyn
VeranstalterKammermusikfest Kloster Kamp - Kammermusik am Niederrhein e.V.
Bloemersheimer Weg 1
47506 Neukirchen-Vluyn

Telefon: 02845 95920
E-Mail: info@kammermusikfest-klosterkamp.de
Preis / Kosten26 € pro Konzert
Karten-Vorverkauf ab 17.6.2021
Bestellung und Versand über:
www.kammermusikfest-klosterkamp.de
oder per Fax: 0 28 45 / 959 260
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Direktverkauf über:
Zentrum Kloster Kamp
Abteiplatz 13, Kamp-Lintfort
Tel. 0 28 42 / 92 75 40
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Schuhhaus Dismer
Kirchstr. 8, Moers
Tel. 0 28 41 / 23 170
.
Zusätzlich für das Abschlusskonzert:
Bürgerbüro Neukirchen-Vluyn
Hans-Böckler-Str. 36, Neukirchen-Vluyn
Tel. 0 28 45 / 391 – 291
.
Öffentliche Proben sind in diesem Jahr nur im Pferdestall im Schirrhof geplant. Der Probenbesuch ist kostenlos, aber es gilt „first come, first served“ entsprechend der erlaubten Besucherzahl. Alle Veranstaltungen finden unter den gültigen und strikt eingehaltenen Pandemie-Schutzmaßnahmen statt.
BarrierefreiheitDer Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

HinweisDie Informationen zu der Veranstaltung - insbesondere die Hinweise zur Barrierefreiheit - beruhen auf Angaben des jeweiligen Veranstalters. Für die Richtigkeit kann die Stadt Kamp-Lintfort bei nicht-städtischen Veranstaltungen keine Gewähr übernehmen.