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Vortrag LINEG


- Grundwassersituation Eyller Berg

Datum:03.03.2011
Beratungsart:öffentlich
Anhänge


Beratungsweg:

Hier können Sie den Beratungsweg und die Beschlussfassungen der Vorlage verfolgen:

Umweltausschuss, 17.03.2011

Wortbeitrag:

Der Vorsitzende begrüßte die Gäste der LINEG.
Der Vortrag anschließend wurde von Frau Dr. Wingen gehalten. Frau Dr. Wingen weist ausdrücklich darauf hin, dass der Vortrag mit den zuständigen Behördenvertretern abgestimmt und erarbeitet wurde.
Unterlagen zum Inhalt des Vortrages sind der Niederschrift beigefügt.

Die SPD-Fraktion (Herr Platen) bedankte sich nach dem Vortrag bei der LINEG verbunden mit der Bitte, die Präsentation in digitaler Form oder eine farbige Druckausfertigung zur Verfügung zu stellen.

Die CDU-Fraktion (Herr Stapper) stellte fest, dass die Grundwasser Pumpanlage Gestfeld 6 der LINEG nicht innerhalb der Warnbereiche liege, für die eine eingeschränkte Grundwasser-Nutzung von den Behörden empfohlen wird.

Die LINEG (Frau Dr. Wingen) erklärte, dass mit Auswirkungen des Eyller Berges auf die Pumpanlage zu rechnen sei, allerdings erfolge in dem betreffenden Bereich keine Nutzung des Grundwassers als Trinkwasser. Die Gartenbesitzer seien informiert.

Frau Baitinger (BUND) vertrat die Auffassung, dass die Überwachung der Sickerwässer und des Grundwassers im Bereich der Deponie nicht ausreichend sei. Der Untersuchungsumfang sei in der LAGA-Mitteilung „Technische Regeln für die Überwachung von Grund-, Sicker- und Oberflächenwasser sowie oberirdischer Gewässer bei Abfallentsorgungsanlagen – WÜ 98 Teil 1: Deponien“ festgelegt. Die betreffenden Parameter divergierten jedoch mit dem Katalog der für die Deponie genehmigten Abfälle.
Daher wurde die Forderung an die LINEG gerichtet, mit dem Ziel des vorbeugenden Gesundheitsschutzes unter Berücksichtigung des Abfallschlüsselkataloges den Umfang der Untersuchungsparameter zu erweitern.
Frau Baitinger gab darüber hinaus zu bedenken, dass trotz der vorhandenen betrieblichen Sickerwasseraufbereitungsanlage mit Aktivkohlefiltern bestimmte Stoffe wie PFT (Perfluorierte Tenside), Xenobiotika und Phthalate/Weichmacher in das Abwasser (Anm. d. Verw.: und somit zur LINEG-Kläranlage) gelangen.
Die LINEG (Frau Dr. Wingen, Herr Dr. Heetjans) erklärte, dass eine individuelle Ausweitung des Untersuchungsprogrammes für die Deponie Eyller Berg in die Zuständigkeit der Bezirksregierung falle.
Zur Feststellung, ob die Basisabdichtung der Deponie Undichtigkeiten aufweist, reichten jedoch bereits die standardmäßig durchgeführten Analysen. Eine erhöhte Leitfähigkeit des Wassers werde beispielsweise durch Einträge der Bergbau-Deponie in das Grundwasser verursacht. Hinweise auf Einträge aus der EBA-Deponie existierten nicht.
Die in der Kläranlage durchgeführten Analysen hätten keine Befunde von PFT ergeben.

Der Vorsitzende, Herr Schubert, stellte fest, dass der Vortrag der LINEG sehr umfassend gewesen sei und alle Informationen vermittelt habe, um die die Bürgerinitiative mit ihrer Anregung vom 03.01.2011 gebeten habe.