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„Wieso Fremd? Das ist doch Alltag!“

30.10.2018

Ausstellungseröffnung „Das Fremde“ sorgte auch für Perspektiverweiterung der Einheimischen

Unter dem Titel „Das Fremde“ ist nun bis 20.12.2018 in der Mediathek eine Fotoausstellung zu sehen. Was aus Sicht alteingesessener Bewohner zum Alltag gehört, erscheint vielen zugewanderten Menschen oft fremd. Migranten aus Kamp-Lintfort haben in einem Foto-Projekt Gegenstände und Situationen festgehalten, die den Kamp-Lintfortern alltäglich erscheinen: Da wartet auf einem Bild eine Frau an einer roten Ampel. Vor ihr die leere Kreuzung. „Das ist doch normal“, sagten einige vielen Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung. Ja, hier ist es normal, aber im Heimatland des Fremden geht man oftmals, wenn die Straße frei ist. Die Ampelfarbe ist lediglich ein Angebot zu warten. Auch die vielen Möglichkeiten, Müll zu sortieren, das übergroße Angebot an Alkohol im Supermarkt, die Wegweiser allerorts sind in vielen Ländern so nicht zu finden. Fotograf Marcus Koopmann leitete die Teilnehmer aus fünf verschiedenen Ländern an, durch die Linse zu gucken und festzuhalten, was fremd ist. Auch fotografisch-künstlerisch betrachtet sind dabei sehr beeindruckende Bilder entstanden. Die Ausstellung ist Teil der Literaturtage 2018, die insgesamt unter dem Thema „Das Fremde“ stehen. Daran inhaltlich knüpft die nächste große Veranstaltung am Sonntag, 04.11.2018, 16 Uhr unmittelbar an. In der Christuskirche beim Krimi-Café liest Jutta Profijt aus ihrem mit dem Glauserpreis ausgezeichneten Krimi „Unter Fremden“. Auch die weiteren Abendlesungen haben alle etwas „Befremdliches“. Das gesamte Programm findet sich auf der Homepage von LesART Kamp-Lintfort unter literaturtage.heute-schon-gelesen.de.

Neuer Blick auf alltägliche Gegenstände

 

 

Ansprechpartnerin Mediathek und LesART Kamp-Lintfort e.V.:
Katharina Gebauer, Mediathek Kamp-Lintfort, Tel. 02842/9279521

(Presseinformation der Stadt Kamp-Lintfort vom 30.10.2018, www.kamp-lintfort.de)

Kontakt

Gebauer, Katharina

Telefon: 0 28 42 / 9 27 95-21

Runge, Josephine

Telefon: 0 28 42 / 912-300