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Alter Garten der ehemaligen Zisterzienserabtei Kamp

Alter Garten

Die Anfänge des erst seit dem 18. Jahrhundert in den Quellen so genannten „alten" Gartens der Abtei Kamp sind ungewiss. Bildlich dargestellt wurde der Nutzgarten am Osthang des Kamper Berges - wie auch der ab 1700 entstandene „neue" Terrassengarten - erstmals in der von Ernst Ludwig Creite 1747 nach einem Gemälde von Querfurth gestochenen Grundriss- und Vogelschauansicht der Abtei.

Nachdem die Abtei am 9. August 1802 aufgehoben wurde, nutzte der Pastor den Garten weiter. Mitte des 19. Jahrhunderts ging er in den Grundbesitz der Kamper Kirche über. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dieser Pastoratsgarten zum Teil noch erhalten, zum anderen Teil jedoch bereits „in Wiesen umgeschaffen" worden. In der Folgezeit verschwand er fast gänzlich aus dem Erscheinungsbild des Kamper Berges und geriet bei den Menschen in Vergessenheit. Nur die historische Flurbezeichnung „Alter Garten" blieb.

Der nach den verfügbaren historischen Bildquellen des 18. und 19. Jahrhunderts rekonstruierte Alte Garten mit einem begehbaren Glashaus, das die archäologischen Funde der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich macht, die Allee zum Terrassengarten und die Anbindung des Alten Gartens an den Abteiplatz wurden 2006/08 fertig gestellt.

Im Sommer 2012 hat der Garten eine neue dauerhafte Bepflanzung erhalten

Das heutige Bepflanzungskonzept für den Alten Garten belegt die vorhandenen Beetflächen mit verschiedenen Farbthemen. Dabei dient das System des Farbkreises nach Itten als Vorlage, um einen harmonischen Farbverlauf vom Farbthema Blau über Rot, Gelb bis Grün darzustellen. Dadurch können Pflanzengemeinschaften in einem großen Farbspektrum präsentiert werden.

Die Reihenstrukturen nach historischem Vorbild werden durch die Verwendung von Heckengehölzen, Sträuchern, Klettergehölzen, Stauden, Sommerblumen und Zwiebelpflanzen neu interpretiert. Die vier zentralen Beete des Gartens werden durch den Einsatz von Kletterrosen, die an Spalieren emporwachsen, als Besonderheit markiert. Die vielfältigen Pflanzenkombinationen der einzelnen Beetflächen beinhalten Frühjahrs-, Sommer- und Herbstblüher. Zahlreiche Gräser und die Verwendung teils immergrüner Hecken sorgen auch im Winter für ein ansprechendes Erscheinungsbild.

So kann dem Besucher eine große Vielfalt an jahreszeitlich unterschiedlichen Pflanzenverwendungen präsentiert werden.

Kontakt

Spitzner-Jahn, Albert

Telefon: 0 28 42 / 912-336

Dickmann, Heinz

Telefon: 0 28 42 / 912-322

Oymann, Anke

Telefon: 0 28 42 / 912-273

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