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Beamtensiedlung der Zeche Friedrich Heinrich

Beamtensiedlung der Zeche Friedrich Heinrich

Unmittelbar an das Stephanswäldchen schließt sich die so genannte „Beamtensiedlung" an. Im Jahre 1907 wurde mit dem Bau der großzügig geschnittenen Häuser für die privilegierten Belegschaftsangehörigen der Steinkohlenbergwerk Friedrich Heinrich AG begonnen - bewusst westlich der Zeche, denn der vorherrschende Wind trug die Emissionen des Bergwerks in die entgegen gesetzte Himmelsrichtung.

Kennzeichnend für diese Werksiedlung, die erst in den 1930er Jahren fertig gestellt wurde, sind u.a. ein hoher Freiflächenanteil, eine repräsentative Gestaltung der Baukörper und durchgängig großzügige Gebäudegrundrisse. Stilelemente wie aufwändige Laibungs- und Türgestaltungen, ausladende Podesttreppen, tiefe Vorgärten, Erkervorbauten, Mittelrisalite und Traufgiebel erzeugten bzw. verstärkten die soziale Hemmschwellen für jene, die nicht betrieblich und gesellschaftlich privilegiert waren.

Der westlich an dieses Wohngebiet angrenzende „Pappelsee" ist im Zuge der bergbaulichen Industrialisierung als „Baggerteich" durch Auskiesung entstanden. Mit dem gewonnenen Material wurde u.a. das Betriebsgelände der Zeche angeschüttet. Von 1935 bis 1963 diente der von Pappeln umsäumte künstliche See der Gemeinde bzw. Stadt Kamp-Lintfort als beliebtes Strandbad.

Kontakt

Spitzner-Jahn, Albert

Telefon: 0 28 42 / 912-336

Dickmann, Heinz

Telefon: 0 28 42 / 912-322

Oymann, Anke

Telefon: 0 28 42 / 912-273