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Logo Wandelweg: Ein Weg erzählt Geschichte

Fossa Eugeniana

Zwei Ziele verfolgten die Spanier, als sie 1626 mit dem Bau der Fossa Eugeniana begannen: Einerseits sollte der Kanal die Maas und den Rhein miteinander verbinden und so einen von den Niederländern unabhängigen Handelsweg eröffnen. Andererseits sollte eine starke militärische Verteidigungslinie geschaffen werden. Namensgeberin für das mit 24 Erdschanzen befestigte Kanalbauwerk war Isabella Clara Eugenia, die Statthalterin der spanischen Krone in den Niederlanden.

Finanzierungsschwierigkeiten, technische und wasserwirtschaftliche Probleme sowie mehrere Überfälle der Niederländer führten jedoch dazu, dass die Bauarbeiten 1629 eingestellt werden mussten. Die Fossa Eugeniana, die ursprünglich sogar bis zur Schelde bei Antwerpen weiter geführt werden sollte, blieb ein landschaftsprägender Torso. Das Bett des unvollendeten Kanals ist das größte obertägige Baudenkmal im Kreis Wesel und durchzieht das Kamp-Lintforter Stadtgebiet.

Zwischen Rheinberg und Kamp ist die Fossa Eugeniana wasserführend und dient der Linksniederrheinischen Entwässerungs-Genossenschaft (LINEG) als Vorfluter. Unterhalb des Kamper Berges zeichnet sich der frühere Verlauf des Kanalbettes deutlich im Landschaftsbild ab. Innerhalb des Stadtgebietes haben sich zwei Schanzen erhalten: an der Eugeniastraße nördlich des Dachsberges und bei Anhuf im Ortsteil Hoerstgen.

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