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Stadtportrait

Kamp-Lintfort liegt reizvoll in der niederrheinischen Terrassenlandschaft (Endmoränenhügel aus der Gletscherzeit). Die Stadt ist Mittelpunkt einer bewegten geschichtlichen Vergangenheit, von der auch heute noch manche Sehenswürdigkeit Zeugnis ablegt.

Zahlreiche - leider in früherer Zeit ausgeplünderte - Hügelgräber in der Leucht weisen darauf hin, dass das heutige Stadtgebiet schon in der jüngeren Steinzeit von den Kelten bewohnt wurde. Viele Hofbezeichnungen und Namen mit den Endungen "heim" und "donk" zeigen, dass auch in der fränkischen Zeit germanische Bauern hier siedelten.

Stele der Zisterzienserklöster vor dem Kloster Kamp

Die Zisterzienserabtei wurde 1123 durch zwölf Mönche aus dem lothring'schen Kloster Morimond gegründet. Sie erbauten sie in einer abgelegenen Gegend, die allgemein „Camp" (lateinisch „Feld") genannt wurde. Kamp war die erste Niederlassung dieses Ordens in Deutschland und gleichzeitig die Keimzelle des Ortsteils Kamp. Die Abtei gelangte bereits in den ersten Jahrhunderten nach ihrer Gründung zu einer hohen Blüte. Eine hohe Zahl von Neugründungen ist aus dem Kloster Kamp hervorgegangen, nicht nur in Deutschland, sondern auch weit in den baltischen Raum hinein bis nach Riga. Somit ist das Kamper Kloster zu einem westlichen Kulturträger für den damals noch nicht christianisierten Osten geworden.

 

Mit dem Beginn des Bergbaus im Ortsteil Lintfort (keltisch „Am Rande des Moores") setzte Anfang des vorigen Jahrhunderts eine stürmische Aufwärtsentwicklung ein, die 1934 zum Zusammenschluss der Einzelgemeinden Hoerstgen und Kamp mit den sogenannten „Vierquartieren" (den Bauernschaften Saalhoff, Rossenray, Kamperbruch und Lintfort) zu einer Großgemeinde führte. Aus den einstigen Gemeinden mit etwa 3900 Einwohnern war 1950 bei der Stadterhebung eine blühende Bergarbeiterstadt mit 28.200 Einwohnern geworden, die heute etwa 40.000 Einwohner zählt.

Die Stadt Kamp-Lintfort umfasst eine Fläche von 63,12 qkm und hat eine Stadthalle mit 741 Sitzplätzen, Schulen aller Art, ein Frei- und Hallenbad sowie viele weitere attraktive Freizeiteinrichtungen. Mehrere auf internationale Wettkämpfe abgestellten Sporthallen, Reithallen und zahlreiche weitere Sporteinrichtungen und zahlreiche Vereine bieten ein umfangreiches sportliches Angebot. Die Stadt verfügt weiterhin über ein modernes Krankenhaus mit über 300 Betten sowie über vier Altenwohn- und Pflegeheimen.

Was den Aufenthalt in der Stadt lohnt, ist die freundliche Lage der durch Grünzüge miteinander verbundenen modernen Wohngebiete mit ihren hervorragenden Einkaufsmöglichkeiten aller Art. Vor allem jedoch die großen Waldgelände (insgesamt etwa 1180 Hektar) im Norden und Westen der Stadt mit zahlreichen Parkplätzen an gepflegten Wanderwegen locken Bewohner und des nahen Ruhrgebietes. Sie kommen hierher, um die reine Waldluft und den weiten Blick über die niederrheinische Landschaft genießen zu können. Dazu locken 20 km ausgeschilderte Reitwege, zumeist im Wald und bei schlechtem Wetter drei Reithallen. Die Stadt ist mit den Anschlüssen an die Bundesautobahnen A 57 und A 42 (Emscher-Schnellweg) sowie mit der Bundesstraße B 510 und mehreren Landstraßen hervorragend an das überörtliche Verkehrsnetz angebunden.