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Älter werden in Kamp-Lintfort - Lebensqualität im Miteinander der Generationen

Einladung zur Beteiligung

Idee und Ziel

Deutschlands Gesellschaft wird immer älter. Auch in Kamp-Lintfort stellen der lang andauernde Rückgang der Geburten und die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung die zukünftige Stadtentwicklungsplanung vor große Herausforderungen. Stellten 2003 noch die 35- bis 45-Jährigen die zahlenmäßig stärkste Altersgruppe dar, so werden es 2020 die 50- bis 60-Jährigen sein. 2020 kommen in Kamp-Lintfort 35 Personen im Rentenalter (über 65 Jahre) auf 100 Personen im Erwerbsalter (18 - 65 Jahre). 1991 lag dieses Verhältnis noch bei 20 zu 100. Der Anteil der über 60-jährigen lag 2005 noch bei 25%, 2020 werden schon 31% der Einwohner über 60 Jahre alt sein.

Die Stadt Kamp-Lintfort möchte auf diese Entwicklung vorausschauend reagieren und hat einen Beteiligungs- und Entwicklungsprozess "Älter werden in Kamp-Lintfort - Lebensqualität im Miteinander der Generationen" ins Leben gerufen. Dabei geht es nicht allein um die besondere Problematik der zunehmenden Hilfe- und Pflegebedürftigkeit im hohen Alter - vielmehr sollen auch die positiven Seiten dieser Entwicklung benannt werden: Seniorinnen und Senioren sind in der Mehrzahl gesünder, fühlen sich leistungsfähiger und wollen auch nach der Phase des Erwerbslebens ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und Erfahrungen für das Gemeinwesen einbringen. Es gibt nicht "das Alter" und "die Alten", sondern einen großen Reichtum an Interessen und Lebensstilen.

Ziel ist es, Netzwerkstrukturen in der Stadt zu etablieren, die mehr Lebensqualität für die älter werdenden und alten Menschen im Miteinander der Generationen versprechen. Dazu gehört unter anderem, in der gewohnten häuslichen Umgebung, im vertrauten Stadtteil mit den damit verbundenen sozialen Netzen so lange wie möglich leben zu können. Neben wohnortnahen Hilfen und Unterstützungsleistungen soll ein Netz von familiären, nachbarschaftlichen, bürgerschaftlichen und professionellen Dienstleistungen zur Verfügung stehen. Dies gilt für die pflege- und hilfebedürftigen älteren Menschen genauso wie für ihre pflegenden Angehörigen und Freunde. Immer geht es darum, die selbständige Lebensführung zu unterstützen und die Fülle von Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben zu erhalten. Und wer könnte die Bedürfnisse besser formulieren, als die Betroffenen selbst. Sie sind die Experten in eigener Sache. Die Meinungen und Anliegen insbesondere der älteren Generation sollen von Anfang an die weiteren Schritte im Prozess "Lebensqualität im Miteinander der Generationen - Älter werden in Kamp-Lintfort" mit bestimmen. Hierzu haben wir vielfältige Aktivitäten entwickelt: 50plus-Konferenzen in den Stadtteilen, Stadtteilbegehungen mit Älteren, Netzwerke mit unterschiedlichen Akteuren.

Auf diesen Internetseiten finden Sie alle wichtigen Informationen.

Wegweiser 50plus

Der Wegweiser 50plus bietet eine Fülle von Informationen zu Aktivitäten und Beteiligungsmöglichkeiten in unserer Stadt, sei es in der Freizeit, im Stadtteil, im Sport, in Bildung und Kultur. Gleichzeitig finden Sie aber selbstverständlich auch alle wichtigen Hinweise zu Unterstützungs- und Hilfeleistungen für besondere Lebenslagen alter und hochaltriger Menschen. In unserer Stadt gibt es eine Fülle von Beratungs- und Unterstützungsleistungen, die vom Kreis Wesel, der Stadt Kamp-Lintfort, den Wohlfahrtsverbänden, bürgerschaftlichen Initiativen und Selbsthilfegruppen aber auch von privaten Anbietern vorgehalten werden. Im Wegweiser 50plus finden Sie Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu Ihren konkreten Fragen und Anliegen. Sie können den Wegweiser 50plus als PDF-Dokument herunterladen.

Kontakt

Fritz, Jeannette

Telefon: 0 28 42 / 912-272